00:00:04: Werte und Leadership, der Podcast mit Andrea Rexer.
00:00:12: Werte-und-Liedership wird Ihnen präsentiert von Westlotho.
00:00:19: Hallo und herzlich willkommen zur seventh Folge von Werte & Liederships dem Podcast der Wertekommission.
00:00:26: Diesmal ist Volker Pütsch unser Gast.
00:00:29: Er ist seit März, Schäft des Stabs des Kommandos Cyber- und Informationsraum Kurzzerre der Bundeswehr.
00:00:37: Der Informatiker hat mehrere Stationen bei der Bundeswehr durchlaufen, zunächst bei der Luftwaffe und später im Verteidigungsministerium in Berlin.
00:00:45: Herzlich willkommen Herr Dr.
00:00:46: Pitch im Podcast Werte & Leadership!
00:00:48: Ich freue mich, dass Sie dabei sind.
00:00:50: Ja
00:00:50: vielen lieben Dank Frau Rechser.
00:00:51: ich freue mich auch ebenfalls sehr dabei sein zu dürfen.
00:00:53: Herr Dr Pitch sie haben einen Job den man so in der normalen Welt nicht... Man weiß, was jemand in der Sparkasse macht.
00:01:02: Was weiß jemand im Supermarkt?
00:01:04: Wollen Sie kurz beschreiben, was sie als Oberster Cybersecurity-Bundeswehrsoldat machen?
00:01:10: Wie muss man sich das im täglichen vorstellen?
00:01:12: Ich
00:01:12: weiß nicht, ob das den Zeitansatz vielleicht ... Ja!
00:01:15: Gefahr besteht, dass das denzeitansatz springt.
00:01:18: Ganz kurz.
00:01:19: Das Kommando Cyberinformationsraum ist zehntzig, siebzehn gegründet worden, weil wir in der Bundeswehr auch erkannt haben, und Cybersicherheit ebenfalls, dass man das nicht mehr einfach nur mitdenken kann in anderen Bereichen.
00:01:34: Sondern dass dann ein kompletter Fokus drauf gelegt werden muss.
00:01:36: Und heute sind wir eine sogenannte Teilstreitkraft wie das Heer, Marine- und Luftwaffe – zumindest die ersten beiden genannten ja schon seit Jahrhunderten – sind.
00:01:45: Das heißt, wir wären anerkannt als vierte Teistreitgraft der Bundeswehr.
00:01:48: Und solche Teiststreitgraf hat natürlich immer auch irgendwo einen militärischen Nennemann das Kommando.
00:01:53: Man könnte sagen auch halt das Hauptquartier, dass sich um das Ganze kümmert und es steuert Und an dessen Spitze sitzt ein Inspekteur und ein Chef des Stabes.
00:02:02: Der Chef des Starbes, das bin ich... ...und da für den Inspektör hier derjenige ist er über allem drohend und es natürlich auch entscheidet.
00:02:11: darf ich die Amtsgeschäfte tagtäglich organisieren... ...für ihn in die richtigen Kanäle lenken und dann auch schauen dass es richtig rauskommt.
00:02:19: Das ist so in aller Kürze ohne die Zeit zu überdehnen zu wollen der Job dem wir tun.
00:02:24: Was macht sie denn insgesamt?
00:02:26: Wir adressieren alles, was so das Thema Hybrid Sweats angeht für die Bundeswehr um uns davor zu verteidigen.
00:02:32: Das heißt vom Angriff im Cyberraum über Fake News Kampagnen gegen die Bundeswehre, die gestartet werden und wurden über alle anderen Dinge, die man dann so kennt.
00:02:41: unsere Aufgabe ist es uns als Bundeswehr davor schützen
00:02:45: Und arbeiten Sie da auch eng mit anderen Unternehmen, mit anderen Behördenämtern zusammen?
00:02:50: oder ist das eine sehr nach innen gerichtete Tätigkeit?
00:02:53: Also primär ist unser Auftrag nach innern gewichtet.
00:02:56: Denn gerade im Frieden sind wir ja als Bundeswehr nur für uns selbst zuständig und dann auch in den schmalen Möglichkeiten die das Grundgesetz uns bietet im Rahmen von zum Beispiel Amtshilfe.
00:03:09: In der täglichen Zusammenarbeit ist natürlich Cyber-Sicherheit etwas, was übergreifend gedacht werden muss und auch praktiziert werden muss.
00:03:17: Das sehen wir ja zuletzt zum Beispiel in der Entdienststellung des sogenannten Gefahren Abwehrzentrums Hybride durch das Bundesinnenministerium – dass ja auch genau das tut, was auch ein Cyberabwehrzentraum schon seit vielen Jahren tut nämlich die großen Betroffenen aber auch Kompetenzsträger an den Tisch zu bringen und einen Austausch zu ermöglichen.
00:03:35: Und diesen Austausch brauchen natürlich auch wir.
00:03:37: Wir müssen wissen, was im Cyberraum passiert und was vielleicht nicht wir sehen, aber eine große Industrie, ein Kritisbetreiber oder was andere Ministerien sehen.
00:03:44: Da müssen wir uns austauschen.
00:03:48: Dann allerdings wieder in der Umsetzung sind wir dann wieder nach innen gerichtet weil... Im Frieden eben unser Auftrag der Schutz der Bundeshöhe ist.
00:03:55: Wunderbar!
00:03:56: Dann lassen Sie uns loslegen mit den drei Gegenständen, den drei Werten.
00:03:59: was haben sie uns denn mitgebracht?
00:04:01: Ja also ich habe einmal vorne weg schon mal und zu spoilern drei Dinge dabei.
00:04:04: Ich hab etwas dabei was vielleicht in Zivilen auch gar nicht so sehr so häufig ist eine sogenannte Schulterklappe Also das was den Dienstgrad anzeigt von Soldaten.
00:04:14: Ich hab
00:04:16: sie jetzt in der Hand.
00:04:17: Genau, ich habe sie auch auf der Schulter.
00:04:19: Ich hab ein paar mehr davon, genau aus Beine.
00:04:21: ganz meine persönlichen.
00:04:24: die möchte ich nachher dann mit dem Begriff der Verantwortung verbinden.
00:04:28: Dann habe ich etwas mitgebracht, was man im Zivil vielleicht schon kennt und zumindest diejenigen von uns, die dem Süden Deutschlands auch zugetaner sind.
00:04:35: Und gerne mal in die Berge gehen und klettern so wie ich das auch tue.
00:04:38: Kennt es auch und können sogar den Wert relativ schnell erkennen, den nicht mit einem Karabinerhaken verbindet?
00:04:43: Das ist nämlich Vertrauen!
00:04:44: Und das dritte...das ist wieder etwas spezifischer.
00:04:48: Es sieht auf den ersten Blick aus wie eine Münze.
00:04:49: Das ist es auch.
00:04:51: Das is' ne sogenannte Coin oder Challengecoin nennt man das auch.
00:04:56: Überreicht wird sehr persönlich von Menschen, die diese Münze ihr Eigen nennen als Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung.
00:05:04: Und das wäre dann auch der Dritter, den ich gerne reinbringen
00:05:06: würde.".
00:05:07: Das klingt sehr spannend!
00:05:09: Wollen Sie mit der Schulterklappe beginnen?
00:05:11: Ja, ich glaube es macht auch Sinn Denn die Schulterklappe und das Thema Verantwortung.
00:05:16: Das ist natürlich einerseits sehr zentral, wenn man an Militär denkt, andererseits aber vielleicht auch etwas was am ehesten falsch interpretiert wird, wenn wir über Werte sprechen.
00:05:25: Und ich glaube gerade beim Thema Führen da schlägt sich ja nieder welche Werte auch Gesellschaften haben wie Vorstellung der Armeen unter Streitkräfte ist, die man als Gesellschaft möchte.
00:05:34: Wir in Deutschland haben eine Gott sei Dank die große Über... Überzeichnete Idee der Parlamentsarmee damit verbunden uns zur Prinzipien der inneren Führung, was alles darauf aufgebaut ist dass wir die Menschen eben als Menschen als Individuen wahrnehmen egal ob sie Uniform tragen oder nicht.
00:05:51: Und der erste wichtige Schritt glaube ich es dann war wenn wir über Führungen sprechen und den Beruf zum Beispiel des Offiziers wegzukommen von dem was vielleicht Filme manchmal vermitteln oder auch Bücher aus vergangenen Zeiten, dass das eine Frage von Gehorsam und Befehlung gehorsamt ist.
00:06:08: Sondern es geht hier für mich – zumindest primär wenn ich einen Dienstkarre trage – darum bin ich bereit, die damit verbundene Verantwortung!
00:06:16: Für die Sache aber ganz vor allem auch für die Menschen, die mir dann anvertraut werden zu übernehmen.
00:06:20: Denn das ist das was darin steckt, denn das sind alles keine Befehlsempfängerinnen und Empfehlsentfänger, das sind Menschen mit ihren eigenen Eigenschaften, das sind Menschen mit ihren höchst individuellen Möglichkeiten aber auch Grenzen und die Verantwortung dafür zu übernehmen dass man mit diesen Teams dann den Auftrag gemeinsam auf besten möglich erfüllen kann.
00:06:39: Das ist für mich das was ganz wesentlich hinter dem Thema eines Dienstgrades steckt also nicht vielleicht die gefühlte Gedachte damit verbundene persönliche Anerkennung das herausheben das ist es meines Erachtens nicht sondern je höher der Dienstgrad wird aus eine Festüberzeugung, dass zu größer die Verantwortung für die Menschen, die wir führen.
00:07:00: Und das ist auch das Erste was man sich fragen muss wenn man den Beruf ergreift ob man das wirklich möchte und ob man dazu bereit ist.
00:07:07: In ihrem Bereich sind jetzt so in einem Feld tätig, dass nicht im Schützengraben landen wird, sage ich mal sondern ja in einem sehr digitalen Raum ist es auch ein schützengraben.
00:07:17: ab an digitaler Schützen graben.
00:07:19: beziehen sie da die Verantwortung vor allem auf ihr Team?
00:07:22: Dass er im ersten Linien nicht unter Lebensbedrohung steht oder mehr für die gesamte Bevölkerung, für die deutsche Bevölkerung.
00:07:29: Worauf beziehen Sie das in erster Linie?
00:07:32: Das erste ist natürlich das was wir alle mal geloben und das ist der Schutz unseres Rechtssystems.
00:07:38: Das ist der Schutz unserer Bevölkerung unsere Freiheit.
00:07:42: Somit beziehen wir wenn wir über Verantwortung reden immer dass weil es unser Auftrag ist die gesamten Bevölkerung unseren Staat ein.
00:07:50: Natürlich dekliniert man das dann weiter runter und ist im täglichen Doing ja vor allem auch mit seinen Männern und Frauen verbunden, die für die man direkt oder indirekt Verantwortung trägt.
00:08:02: Bisschen möchte ich an der Stelle schon damit aufräumen dass wir nicht so sehr im Schützengraben sind oder dass da die Bedrohung nicht so gegeben ist denn... Das ist tatsächlich nicht so!
00:08:15: Also unsere Expertinnen und Experten befinden sich zumindest zu teilen ganz, ganz vorne.
00:08:22: Wenn man die Bilder aus der Ukraine heute sieht ... Das war Rob Bauer, der ehemalige Chair des Military Committees der NATO oder das ist so eloquent mal auf Englisch in einer Rede ausgedrückt und gesagt, it's as much about bits and bots.
00:08:34: also dass was man uns hauptsächlich zugestehen würde As It Is About Madden Blood Also diese Analogie zum Ersten Weltkrieg auch die man häufig in den Bildern auch in der Presse ja wahrnehmend und die man sieht.
00:08:46: Und das gilt für unsere Frauen und Männer wirklich auch, also wir reden hier rüber dass das keine Soldatinnen-Soldaten zweiter Klasse sind sondern Die müssen all das können was sie anderen Soldaten auch können und dann kommt ihre Fachbefähigung als Cyberexpertin oder Cyberexperte on top.
00:09:03: Das ist wiederum eine große Maß von Verantwortung denn wir müssen ihnen diese Fähigkeiten noch geben Denn sonst wäre es nicht verantwortbar Dass wir sie in einen Einsatz schicken oder im schlimmsten Fall eben ein Kriegsgebiet.
00:09:14: Aber gehen Ihre Leute mit ins Kriegsgebiet?
00:09:16: Oder das kann man doch von hier aus machen.
00:09:19: Ja, die gehen mit!
00:09:20: Na ja... Warum ist es wichtig?
00:09:21: Man könnte es in Teilen von hieraus machen oder natürlich tun wir's auch von ihr aus.
00:09:25: Aber Sie müssen sich vorstellen ... Es ist damit nicht so, dass man ständig davon ausgehen kann im Einsatzgebiet oder vielleicht im Freilein des Krieges an einer Front, dass dann die Verbindung steht So wie wir Probleme haben vielleicht hier mit einem, mit einer Konferenz im digitalen schon in Frieden.
00:09:43: In Deutschland ist es natürlich so je näher ich nach vorne komme das so schwieriger ist es sicherzustellen dass Verbindung immer steht.
00:09:49: und das bedeutet für uns auch Wir reden ja genau wie die Industrie heute davon dass wir IT Services erbringen müssen mit denen die Soldat den Soldaten vorne dann noch arbeiten dass diese Servicees zumindest auch vornabacht werden können müssen um mindestens mal Übergangsweise Dann den Auftrag weiter sicher zu stellen bis einen Kontakt nach hinten wieder da ist.
00:10:08: Wir teilen da immer gerne ein in CloudFogEdge, das sind so drei Stufen.
00:10:13: Cloud wirklich das große Rechenzentrumsmodell in Deutschland aus Deutschland heraus.
00:10:20: Fox sowas was man sich vorstellen kann als kleines Rechencentrum dass man mitnehmen kann frechem Container und ähnliches irgendwo ins Einsatzgebiet und etcht dann das was jeder von uns heute auch in Form des eigenen Smartphones vielleicht dabei hat und den IT-Sources die da schon drauf sind.
00:10:34: Aber alle diese drei Bereiche brauchen Personal, die sich kümmern.
00:10:36: Die ist schützen, update und anders tun.
00:10:40: Und da sehen Sie es schon auch Fock-und-Edge findet dann halt vorne statt und muss da unterstützt werden.
00:10:45: Sie haben ja gerade vorher gesagt man stellt sich Bundeswehr natürlich immer sofort wie viel die Horsam vor das sei nicht so.
00:10:52: Wie führen sie ihre Mannschaft?
00:10:54: Wie bringen sie die zusammen sodass das auch funktioniert was sie gemeinsam erreichen wollen?
00:10:58: Ja, das Wichtigste und auch das ist etwas was wir einerseits leeren in der Bundeswehr.
00:11:01: Andererseits aber auch als Offiziere und Offizierer auch jemand immer wieder üben und dann glaube ich auch erlernen über die Zeit und es ist auch ein wirkliches Erlernen.
00:11:12: Das ist das dass wir eben nicht einfach Befehle geben sondern dass wir den Sinn vermitteln also Die Absicht!
00:11:18: Das Militär nennt ganz klassisch die eigene Absicht.
00:11:21: das ist der wichtigste Teil eines jeden Befehlens der zumindest schriftlich irgendwo verfasst wird.
00:11:25: Denn das unterscheidet dann nachher zwischen dem reinen Befehl ausführen, dass wie ein Drehbuch stumpf abgearbeitet wird.
00:11:35: Was dann aber dazu mal wieder zu führen kann, dass wenn sie in einer Situation kommen die das Drehbuch nicht vorgesehen hat, dann weiß die Person, die das drehbuch aufhören soll, nicht mehr was da zu tun ist.
00:11:45: Wenn sie nicht verstanden hat warum mache ich das denn eigentlich?
00:11:48: das große Ganze und das ist diese Absicht um.
00:11:50: das ist auch das was Deutschland als Führer mit führen mit Auftrag schon seit vielen, vielen Jahrzehnten.
00:11:57: Eigentlich schon ein gutes Stück jetzt schon seit über hundert Jahren etabliert ist, dass wir den Soldatinnen und Soldaten immer sagen du machst es weil... Und wenn sie dann in die Situation kommen das die vorgegebenen Befehle nicht mehr anwendbar sind, weil das Gelände anders ist als man sich das vorgestellt hat der Gegner sich anders verhält als man das sich vielleicht gedacht hat oder irgendwas dazukommt Sie dann aber im Sinne dieser Absicht weiter agieren können und nicht warten müssen bis sie wieder eine Antwort kriegt.
00:12:24: Also das ist so ähnlich.
00:12:25: vielleicht heutzutage kennt man den einen oder einen Roboter schon der.
00:12:30: Natürlich ein festes Programm abfahren kann und wenn er dann von mir aus der Rasen Motor Roboter wenn er gegen Stein fährt bleibt stehen und versucht die nächsten drei Stunden diesen Stein wegzumähen, oder dem intelligenten Modell dass weiß es soll eine gewisse Fläche abmähen und dann fährt es drum herum und macht es selbstständig weiter.
00:12:46: Das ist so der Unterschied und dieses mitgebendes das Verständnis wecken das is Da hab ich ganz, ganz wichtig.
00:12:52: Weil es einem dann auch unterscheidet zwischen reinen Befehlsempfängern und dem Roboter ... und einem selbstständig denkenden Individuum, bei dem ich die kompletten Sehigkeiten mit in den Blick nehme.
00:13:04: Das ist natürlich ein bisschen
00:13:05: mehr Aufwand!
00:13:06: Absolut, das ist ein bisschen unbequemer auf, man muss mir erklären.
00:13:09: Nein im Endeffekt ist es bequemer weil wenn ich das immer und immer wieder tue, die Menschen natürlich auch ein ganz anderes Gesamtbild haben... Und dann viele Dinge natürlich auch schneller funktionieren.
00:13:20: Sie kommen ja ursprünglich aus der Luftwaffe.
00:13:22: Ist das Führungsverständnis dort genauso wie in Ihrem jetzigen Job?
00:13:25: Oder würden Sie es, können Sie da Unterschiede feststellen?
00:13:29: Nein ich glaube also erstens ist das Führenwerderauftrag ein Grundprinzip der gesamten Bundeswehr.
00:13:34: jetzt muss man fair sein dass natürlich gewisse Bereiche sich eher dazu anbieten das zu tun und manchen muss man klar sagen jetzt kann nicht noch lange den Auftrag vermitteln.
00:13:46: wenn ich jetzt sage schießt dann ist das ein muss man schießen.
00:13:50: Das gibt es bei uns aber auch, aber gerade auch in der Luftwaffe.
00:13:53: genauso wie in her und marine ist das für mit auftrag einer der wichtigsten punkte weil die da eben fest überzeugt dass das wirkliche schöpfen der leistungsfähigkeit unserer soldaten und soldaten erst ermöglicht weil wir eben nicht nur sie zu Befehlsempfängerinnen oder Empfehlsempfängern abstempeln.
00:14:11: Und vielleicht haben Sie dann noch achtzig Prozent mehr Reserven, die wir überhaupt nicht abrufen, sondern wir geben Ihnen die Möglichkeit sich komplett einzubringen und das wäre natürlich misstig, dass egal wo man's täte wenn man es nicht täte.
00:14:22: Ja, ja.
00:14:25: Bei Ihren Kollegen ist das auch was, was ankommt.
00:14:28: also ich hab schon ein paar Pop-Change Projekte in meinem Leben gemacht und manchmal kamen dann aus der Mannschaft so, ah Mensch sag uns doch einfach etwas für's tun sollen.
00:14:36: Wieso muss ich jetzt selber denken?
00:14:37: Ist das für ihn auch so oder ist es anders?
00:14:39: Na
00:14:40: ja, klar.
00:14:40: Wir sind ja alle nur Menschen und ziehen unsere Uniformen regelmäßig wieder aus.
00:14:44: Und natürlich ist es manchmal auch so dass die Freiheit des einen die fehlende Vorgabe oder der fehlenden Sicherheitsleitplanken für den anderen sind.
00:14:55: aber ich glaube auch da ist es deutlich leichter solche Situation zu überkommen wenn die Menschen gewohnt sind dass sie eingebunden sind und es nicht dann plötzlich in einer Situation passiert und sonst nie.
00:15:04: Das ist ja etwas auch gerade bei einem Change, wenn ich eigentlich immer nur mit klaren Anweisungen führe und dann plötzlich anfange.
00:15:11: jetzt möchte ich euch aber mitnehmen in dem Challenge.
00:15:14: Dann veränder ich den Führungsstil in der Situation wo es eh schon am schwierigsten ist.
00:15:17: Wenn ich das aber von Anfang an dass der Führungstil ist, den ich präge... ...dann ist meiner Erfahrung auch mit Change-Projekten grade, dass die Menschen sich ganz anders darauf einlassen weil sie gewohnt sind, dass sie aufgefordert sind selbstständig mitzudenken.
00:15:29: Und da vermittelt man also wieder die Absicht des Change.
00:15:31: warum machen wir das?
00:15:33: In der Vergangenheit, wir müssen Geld sparen.
00:15:35: Wir müssen Personalsparen heute das Gegenteil.
00:15:39: Die Bundeswehr muss größer werden und in kurzer Zeit die Verteidigungsfähigkeit herstellen.
00:15:45: Jetzt muss ich nicht mehr erst erklären.
00:15:46: Und jetzt bitte fang an, selbstständig mitzudenken!
00:15:48: Im Sinne dieses Auftragssohne sondern die Menschen sind es gewohnt.
00:15:51: Das ist tun und dass man es auch erwartet
00:15:53: Wechseln ihr Team sehr stark im Moment.
00:15:55: Und wenn ja, wie gehen Sie damit um?
00:15:56: Das ist auch keine leichte Aufgabe, wenn man ständig neue Gesichter integrieren muss oder?
00:16:01: Naja das ist etwas was wir ein Stück weit in der Bundeswehr gewohnt sind.
00:16:04: so Wir sind ja als Armee durch Versetzung auch geprägt.
00:16:08: Es hat viel damit zu tun dass wir einen geschlossenen Personalkörper haben.
00:16:11: das heißt wir können nicht einfach Wenn wir zum Beispiel feststellen wir bräuchten meinen Posten neu besetzt Können wir hier nicht an den Markt gehen und über den Headhunter jetzt mal general irgendwie anwerben Funktioniert einfach nicht, das heißt wir müssen schon vor zwanzig dreißig jahren jemanden eingestellt haben möglichst zwei drei personen die man dann über diese zeit entwickelt und dann eine auswahl hat.
00:16:32: Dieses entwickeln funktioniert aber auch nur dadurch dass wir die menschen verändern in der bundesjahr so und das führt zu dem was sie jetzt gerade ansprechen dass wir den wechsel von gesichtern gewohnt sind.
00:16:42: Das heißt dass das einbinden von Menschen in unsere kleinen teams die aus einem größeren team irgendwo kommen aus anderen Ausprägungen oder vielleicht auch mal aus einem ganz anderen Team.
00:16:53: Sie haben es angesprochen, ich kam einmal aus der Luftwaffe bin jetzt bei Zürich.
00:16:56: Das ist gelebter Alltag und wenn man jetzt größer wird dann ist das natürlich etwas wo man das noch häufiger tut und wo's positiv konnotiert ist weil sonst der Wechsel immer bedeutete von einem lieb gewonnenen Person vielleicht Abschied zu nehmen.
00:17:11: Jetzt ist es häufig so dass neben die liebgewonne Person eine weiter dann liebt zugewinnene Personen tritt.
00:17:18: Das ist dann ein Luxusproblem.
00:17:19: Und natürlich werden wir genau wie der restliche Teil der Bundeswehr aufwachsen, weil das ist ja auch klar gesagt worden in den entsprechenden Dramendokumenten gerade der Bereich Cyber heutzutage einer ist, der nicht mehr wegzudenken ist.
00:17:32: ohne eine funktionierende Digitalisierung, eine volldigitalisierte Bundeswehr wäre es weder verantwortbar noch mit irgendeiner Erfolgschance möglich die Bundesrepublik Deutschland und unsere Alliierten zu verteidigen?
00:17:46: Ja, das stimmt!
00:17:48: Also, mich hätte es auch nicht für Wunder, wenn Sie sagen, sie sind inzwischen die größte Einheit.
00:17:53: Weil ... Wenn man sich anguckt wie stark Deutschland angegriffen wird, die Unternehmen und die Institutionen der Bundestag das ist ja schon so dass viele sagen wir sind ja da schon im hybriden Krieg Das sind wir gar nicht mehr im Frieden im digitalen Bereich.
00:18:09: Würden Sie dem zustimmen?
00:18:10: Ja Das ist etwas, was ja auch unser Verteidigungsminister, auch unser Kanzler schon mehr damit er so formuliert haben.
00:18:17: Den würde ich auch immer zustimmen, dass wir zwar natürlich die Jure im Frieden uns befinden Gott sei Dank aber zumindest das, was wir im Cyberraum sehen sich nicht wie Krieg anfühlt.
00:18:25: Entschuldigung!
00:18:25: Nicht wie Frieden anfühelt.
00:18:28: Ich nehme an der Stelle immer gerne das zivile Beispiel den Bitcoin-Bericht aus letztem Jahr mit zweihundertzwei Milliarden Euro Schaden für die deutsche Wirtschaft in einem Jahr entstanden durch Cyberangriffe.
00:18:37: Das ist ja unvorstellbar eigentlich in der Größenordnung.
00:18:41: Hauptsächlich?
00:18:41: Eigentlich nur zu vergleichen mit den ersten zwei Corona-Jahren, die waren lange noch ein bisschen höher im wirtschaftlichen Schaden.
00:18:47: aber da hat man so einen Maßstab, der da entsteht und selbstverständlich ist unsere Bedeutung damit heute eine.
00:18:53: ich sage es immer wieder, ich glaube wir sind Kondizysinekanonen.
00:18:57: ohne eine funktionierende Digitalisierung und dann funktioniert damit verbunden auch die notwendige Befähigung unserer digitalen Systeme zu verteidigen kann ... Armee heute nicht mehr funktionieren.
00:19:08: Das schlägt sich aber nicht zwangsweise dann nieder, dass wir jetzt die meisten Menschen haben müssen denn natürlich ist es auch so das unser Bereich einer ist der sehr zugänglich auch ist dafür neue Technologien einzusetzen und den Mensch zu unterstützen in seiner Tätigkeit.
00:19:23: also nehmen wir das klassische Beispiel deshalb abwärts erkennen von Angriffen.
00:19:28: gerade da können natürlich moderne Softwareprodukte bis hin zur künstlichen Intelligenz sehr gut unterstützen, weil sie einfach anomalien in einem Datenverkehr auch vierundzwanzig Stunden am Tag prüfen ohne müde zu werden.
00:19:40: Ohne langweilig, dass es ihnen langweillig wird und dann sehr gezielt die Frauen und Männer, die sich eigentlich darum kümmern müssen darauf hinweisen hier ist etwas das ist das Ziel was wir gehen, weil wir müssen fairerweise auch sagen Ihr könnt ja gar nicht im gleichen Maße an Markt rekrutieren, so viele Menschen mit diesen Befähigungen.
00:20:00: Während wir in Deutschland nie allein für die Bundeswehr gewinnen können während gleichzeitig auch Sie haben es angesprochen Die zivile Verwaltung genauso wie Industrie immer stärker bedarf hat in diesem Bereich also da kommt uns darauf an bedeutungsgroß.
00:20:13: Ja Bei Menschen werden auch wir wachsen müssen, das ist richtig.
00:20:17: Aber wir müssen der Vorreiter sein, wenn es darum geht, selbst nach innen gerichtet weiter zu digitalisieren und durch Digitalisierung Effizienzen zu heben und immer besser zu werden, indem wir's tun.
00:20:27: Ja
00:20:27: absolut!
00:20:29: Herr Dr.
00:20:29: Pütsch, Sie haben den Karabiner noch hochgegeben – was verbirgt sich hinter diesem zweiten Gegenstand?
00:20:34: Naja, das ist jetzt mit dem verbundenen was wir gerade besprochen haben.
00:20:37: Ich hatte ja schon gesagt der Karabiner versteht für mich auch wenn es ein ganz kleiner ist den ich mein Gewicht nicht mehr anvertrauen würde aber der steht für mich ja fürs Thema Vertrauen denn wenn man klettert das weiß jeder dieses Gerät entscheidet dann vielleicht drüber ob ich aus der Wand rausfalle oder ob ich dran bleibe.
00:20:55: und vertrauen ist dass sich mit dem thema verantwortung sehr stark für mich beim thema führen dann wieder verknüpft.
00:21:00: denn ich habe gesagt ihr ... und wollen mit Auftrag führen, wir tragen Verantwortung aber weiterhin für die Menschen.
00:21:06: Das funktioniert nur wenn ich den Menschen auch vertraue.
00:21:09: Also ich muss Ihnen dieses Vertrauen noch wirklich geben... dass ich Ihnen zutraue, das ich Ihnen glaube,... ...dass Sie diesen Auftrag bestmöglich erfüllen und dass sie alles tun werden.
00:21:19: Wenn ich also als naher oberster Kontrolleur versuche eine solche Aufgabe auszuüben,... ...weil ich das Vertrauen nicht habe und ja ich fürchte jemanden können Fehler machen der am Ende noch auf mich zurückfiehle,... Dann wäre ich in dem Beruf falsch und dann kann ich glaube, ich auch nicht wirklich gut führen.
00:21:36: Das heißt vertrauen in die Menschen, die man führt... ...in die Ausbildung, die sie alle mitbringen, in ihrer persönlichen Erfahrungshintergründe und in ihr... Ihr Engagement ist untrennbar verbunden mit der Art wie wir führen wollen, mit diesem Führen-Mitauftrag.
00:21:48: Sonst funktioniert es nicht!
00:21:49: Wenn ich mich nicht vertraue, dann kann Ich nur mit Befehl führen, dann muss wieder dieses Regiebuch von dem wir vorhin schon sprachen werden, wo an den Tisch kommen.
00:21:55: Also deswegen der zweite ganz wichtige Wert
00:21:58: Und wie bauen Sie das Vertrauen auf zu Ihrer Mannschaft, zu Ihren eigenen Leuten?
00:22:02: Wie funktioniert es in der Praxis?
00:22:05: Nein.
00:22:05: Das ist tatsächlich ein bierdirektionaler Weg.
00:22:07: ja also so wie ich meinen Leuten vertrauen muss müssen natürlich auch meine Menschen mir vertrauen dass ich wenn ich Aufträge gebe dass nicht leichtfertig tue dass ich berücksichtige was man vorbringt dass ich mich beraten lasse.
00:22:19: da sind wir aber genau bei dem Punkt wie kann ich Verbrauen aufbauen indem ich solche Entscheidungen auch nicht im stillen Kämmerleintreffer im Regelfall sondern dass man sich von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten lässt.
00:22:31: Dass man dann die Entscheidung trifft, aber dann vielleicht auch erklärt warum man die Entscheidung gerade so trifft wie sie ist.
00:22:35: Häufig hat man ja die Situation das man vielleicht auch unterschiedlich beraten wird.
00:22:39: Das heißt eine Person fühlt sich vielleicht als Gewinnerin der andere als Verlierer oder andersherum.
00:22:46: Das ist ja nicht so wenn man ehrlich ist, aber wir alle kennen es ja auch mal.
00:22:50: Man möchte doch gerne verstehen warum die eigene Beratungsleistung vielleicht jetzt nicht zu dem Ergebnis führte, was man sich gedacht hat Und das ist etwas, was ich auch irgendwann gelernt habe.
00:22:58: Aus eigenem Leben aber eben auch auf die Untergebenen vermitteln warum man sich wie entscheidet?
00:23:05: Was der Grund ist vielleicht von einer Beratung abzuweichen und dem Umkehrschluss Wie bekommt man das Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
00:23:13: also erstens gebe ich erstmal jedem und jeder ein Vertrauensvorschuss.
00:23:18: Ich weiß wie hervorragend ausgebildet sie uns kommen ich weiß mit wie viel Elan und Engagement die ganz, ganz überwältigende Masse ihren Tag täglichen Dienst hier leistet und das auch weit über das was man eigentlich verlangen könnte hinaus.
00:23:32: Und deswegen gehe ich bei jedem Auftrag auch davon aus dass genau das passiert.
00:23:36: Und dann ein dritter glaube ich wichtiger Punkt ist Fehler werden immer passieren.
00:23:40: Ich würde
00:23:40: gerade noch fragen, das hängt irgendwie mit einer Fehlerkultur zusammen richtig?
00:23:43: Genau!
00:23:44: Jetzt haben Sie das Stichwort schon gegeben... Das Ganze funktioniert aber nur mit einer positiven Fehlerkultur.
00:23:49: Ja es gibt glaube ich keinen von uns Und keine von uns, die behaupten kann noch nie Fehler gemacht zu haben.
00:23:57: Und gerade wenn man viel und unter Zeitdruck arbeitet und Projekte bearbeiten muss dann ist es völlig natürlich das Fehler entstehen werden.
00:24:05: wie man damit umgeht ist das entscheidend.
00:24:06: und da kommt mir wieder ein bisschen mein Luftwaffenhintergrund.
00:24:10: denn schon bevor es gab gab's gerade in der Luftwaffe eine sehr positive Fehler Kultur dieser im zivilen Luftfahrtbereich gibt.
00:24:16: dass nennt sich Crew Resource Management Bei der man jetzt mal ganz übertrieben dazu anstachelt wenn du ein Fehler gemacht hast melde ihn und wenn es ein besonders toller Fehler war dann stellen wir dich auf das Podest, der beste Fehler des Monats.
00:24:30: Warum?
00:24:30: natürlich nicht weil wir was über den Fehler freuen sondern weil wir uns darüber freuen dass jemand diesen Schritt geht Ich bleib jetzt mal bei Luftfahrzeugtechnischen Bereich nicht verheimlicht, dass sein Werkzeug noch im Vügel des Flugzeugs abhebt.
00:24:42: Das ist richtig!
00:24:43: Zu diesem Schritt zu tun, da ist mir was passiert und ich muss es ... das müssen wir anders machen und ich will aber, dass ihr alle das wisst, was da passieren kann damit's euch nicht passiert.
00:24:51: Das ein ganz wesentlicher
00:24:51: Teil
00:24:53: heißt natürlich, dass die Vorgesetzten das so auch annehmen oder nicht sagen wie konnten sie denn um Gotteswillen dieses Werkzeug vergessen?
00:24:59: Das ist nicht der Punkt sondern dann zu sagen oh ja stimmt Das ist ein Fehler, da müssen wir besser werden.
00:25:05: Da müssen die anderen mitnehmen, dass es nicht
00:25:07: passiert.".
00:25:07: Also positive Fehlerkultur und Vertrauen laufen zusammen in beiderlei Richtung ohne die ... Wenn ich nicht entsprechend mit Fehlern umgehe, wird mir kein Vertrauen entgegenbringen.
00:25:19: Und natürlich fehlerweise.
00:25:20: wenn ich feststellen würde meine Mitarbeiter machen zwar Fehler aber sagen sie mir nicht dann würde auf die lange Zeit auch mein Vertrauen sinken.
00:25:28: Aber das passiert nicht.
00:25:29: Gibt's einen Fehler an den Sie sich erinnern?
00:25:31: Ein eigener Fehler?
00:25:33: Aus dem Sie viel gelernt haben oder aus dem das Team auch was gezogen hat?
00:25:37: Ich glaube Fehler, meine persönlichen Fehler aus denen das Team viel gezogen hatte gibt es wahrscheinlich mal nicht weiter.
00:25:44: Ich habe für mich mal einen Fehler in der tiefsten Vergangenheit und ich kann mir das glaube ich auch erzählen weil's längst verjährt ist gemacht.
00:25:50: Das war auf den ersten Blick auch relativ banal.
00:25:54: Ich durfte mal meinen ersten Monaten bei der Bundeswehr in einem sogenannten Materiallager helfen ... das ausgeliefert werden sollt.
00:26:03: Und es war alles noch sehr analog, man bekam Zettel... da stand der Platz drauf und da stand drauf halt wieviel davon?
00:26:09: In meinem Fall war das ein Zetteln mit den Kameraden zusammen,... da stand halt ein Lagerplatz drauf und dann standen dann da fünf Meter so.
00:26:15: Wir sind dann dahin zu dem Lagerplatz, haben das daraus genommen was wir da gefunden hatten einen Schlauch, haben fünf Meter abgemessen oder ihn abgeschnitten.
00:26:22: Und danach als er fertig war mit einem Abspann festzustellen ja ist schade wir waren jetzt gerade in einem falschen Regal!
00:26:28: Und was wir da zerlegt haben, war nicht das, was zerlegt werden sollte.
00:26:31: Sondern im Nachbarregal lag es dann fertig portioniert also fünf Meter.
00:26:36: Das war am Ende nicht schlimm weil sie so ein Fennigartikel handelte und hat dann seinen normalen Verwaltungsweg genommen.
00:26:43: aber mich hatte es damals doch ... ... tief geprägt, weil das so ein Klassisch war.
00:26:48: Es war nicht morgens früh, es waren nicht mittags, es war also kurz vor Dienstschluss und man wollte aber jetzt noch schnell seinen Auftrag erfüllen... ... und hat gedacht, dass kann man auch noch prima und das tun wir jetzt.
00:26:58: Also so klassische in dem Fall noch jugendliche Selbstüberschätzung.
00:27:03: Und insofern habe ich jetzt daraus vielleicht nicht hauptsächlich gelernt, dass sich Schläuche nicht ohne vorherige Kontrolle abschneiden soll sondern vor allem, dass man sich selbst auch kontrolliert.
00:27:11: bin ich im Moment überhaupt in der Lage das zu tun oder stelle ich bei mir fest, diese Entscheidung kann ich gerade nicht treffen.
00:27:20: Oder das sollte ich jetzt nichts tun weil meine eigenen Leistungsfähigkeit vielleicht beeinträchtigt ist und dieses Stück zurückstreht eine Selbstreflektion.
00:27:29: Das war für mich der größte Lerneffekt aus diesem Schlauchexem.
00:27:33: Ja, das können wir sehr plastisch vorstellen.
00:27:35: Es ist aber trotzdem wahrscheinlich leichter Fehler einzugestehen wenn man noch am Anfang der Karriere ist wie es als Führungskraft.
00:27:41: Wenn Sie vor die Mannschaft treten und sagen, ich habe einen Fehler gemacht.
00:27:43: Wird das akzeptiert?
00:27:45: Oder ist da nicht eher die Erwartungshaltung ... Der ist unser Chef, der muss ja ... Das musst du doch können!
00:27:51: Es kommt natürlich immer darauf an was man für ein Fehler macht und wie man ihn macht.
00:27:54: Wenn es etwas ist, was sich jetzt als leichtfertigen Fehler betrachten würde dann würde man zurecht mit den Augenbrauen runzeln.
00:28:01: Dann würde ich allerdings selbst mit Blick auf meinen Handel schon mit den Augenbrauen runzeln und sagen Was hast denn da getan und warum ist das so?
00:28:08: Wenn es klassische Fehler sind, die uns allen passieren können man entscheidet sich falsch.
00:28:11: Man tut etwas falsch ist dann glaube ich das auch wieder der Punkt wie ich es vorhin auch für die Mitarbeiter Mitarbeiter gefordert habe genau dieses vor die Leute treten und sagen hört mal zu hier ist mehr folgender Fehler passiert deswegen und zwar aus den und den Gründen das muss müssen wir natürlich abstellen.
00:28:29: Wie kriegen wir das hin?
00:28:30: also auch das offene bitten um Hilfe und Unterstützung ist dann ein punkt der vielleicht auf den ersten Blick in der Hierarchie schwieriger ist, aber ich glaube bei unserem Verständnis und das ist auch wieder sehr typisch zirr.
00:28:42: Nicht dass noch sagen darf leichter fällt weil wir denken natürlich schon im Dienstgraden Militär muss ja auch in Dienstgradend funktionieren als die Chance es in Bereichen die man nicht kennt sehr schnell zu identifizieren.
00:28:54: wer sind die Menschen die Verantwortung tragen?
00:28:56: dass er da eigentliche Kerne eines Dienstgrades und zwar sowohl für die von oben getrachtet als auch von unten betrachtet ... je kleiner das Team ist, desto eher kann eigentlich der Dienstgrad verwischen.
00:29:06: Weil man sich erkennt und man weiß ja, wer trägt für was Verantwortung... ...und desto stärker tritt auch tatsächlich die Frage der Kompetenz im Team in den Blick.
00:29:15: Und das ist etwas, was gerade bei uns natürlich ein sehr technizierten Bereich sehr stark ist.
00:29:20: also Wir haben hier viele, viele Teams und auch mal ein Ängstes.
00:29:24: Da zählt nicht wer den höchsten Dienstgrad hat bei gewissen Aufträgen, da zählt was wer hat die höchste Expertise?
00:29:29: Wer hat der höchst Befähigung um einen gewissen Beitrag zu einem Team zu leisten?
00:29:33: dann können die de facto rollen sich verändern, auch wenn der Dienstgrad natürlich immer gleich bleibt.
00:29:40: Also dieses Nichtschauen auf den Dienstgrad sondern schauen auf die Leistung im Team und die beste Expertise im Team entscheidet diese etwas was wir gerade hier in Zürich sehr hochhalten, die uns wichtig ist und ohne die das gar nicht funktionieren würde.
00:29:51: ja Ich meine ich habe mal den Formatik studiert Das ist aber schon viele Jahrzehnte her Und ich will mir bestimmt nicht anmaßen jetzt Wenn hier junger Offizier junger offizierend vor mir sitzt Die gerade frisch aus dem Studium kommt zu behaupten ich hab das gleiche Fachwissen.
00:30:03: Das wäre ja völlig vermessen und kontraproduktiv für den Auftrag.
00:30:07: Wenn diese Personen mir sagen, das ist aber technisch deutlich besser ... Na ja, dann werden die in dem Moment auch diejenigen sein, die uns da ein Stück weit an die Hand nehmen?
00:30:15: Sie haben noch einen Coin vorher vorgezeichnet.
00:30:17: Was wird sich dahinter?
00:30:18: Ich hatte jetzt schon gesagt wie ich alles beginnt mit der Verantwortung.
00:30:22: Dann kommt das Vertrauen.
00:30:23: Und dann haben wir hoffentlich in dieser Kombination irgendwann unseren Auftrag auch erfüllt.
00:30:30: Ob es kleine sind oder große Aufträge man weiß es nicht.
00:30:32: Aber was ganz wichtig ist Wieder ein bisschen Federkultur ist ja das Thema Feedback.
00:30:38: Und ich habe es vorhin schon mal gespoilert, der Coin für mich als Symbol der Wertschätzung.
00:30:44: Dass man einfach auch mal kurz innehält und sagt Dankeschön!
00:30:47: Das war eine tolle Leistung.
00:30:48: und natürlich wir sind alle dafür da, dass zu tun und das ist vielleicht auch das was auf dem Papier steht, dass wir's tun müssen aber... ...das ist so funktioniert oder so klasse läuft.
00:30:57: das Bedarf eines ständigen auch mal positiven Feedbacks nicht nur meckern Da bin ich also als geborener Badener weit weg von dem Schwäbischen nicht kchimpft, ist globt genug.
00:31:08: Und das ist halt so etwas was man mit dem Coin ja ausdrückt dass man dann mal hingeht und sagt hier Das is mein coin für sie ganz persönlich den bekommen Sie jetzt denn das war wirklich so toll das hat mich beeindruckt.
00:31:21: Also dieser Anteil Wertschätzung die Menschen auch sehen mit dem was sie leisten Mal ein Stück, weil vielleicht auch ein Stück aus der Masse mal rausnehmen.
00:31:29: Um zu zeigen positive Beispiele zu setzen.
00:31:31: das ist so dass der Dreiklang der sich dann ergibt aus Verantwortung Vertrauen und der Wertschätzung.
00:31:36: Und dieses Coin darf nur des Staatschef verteilen oder wer darf das?
00:31:40: Na
00:31:41: Coins gibt es verschiedenste natürlich im Regelfall bei herausgehobenen Personen.
00:31:46: also das ist ja einer den ich bekommen habe.
00:31:48: Also wo mir Wertschätzungen ausgedrückt wurde
00:31:50: Von wem haben sie den bekommen?
00:31:52: Den hab ich von dem ehemaligen Chefinministerium bekommen Dass mich damals auch sehr gefreut hat nach vielen Jahren intensiver Zusammenarbeit.
00:31:59: Bei uns ist der Inspekteur einer, der Coins verteilen kann das in der Personalisierte mit seiner Unterschrift.
00:32:05: ich habe auch Coins als Chef des Stabes hier die ich verteilen darf.
00:32:09: aber zu breit machen wir es auch nicht denn... Das wird's wertlos
00:32:15: und gibt dann ein Ritual dazu.
00:32:17: also muss man den Coin immer dabei haben.
00:32:19: wenn Ich
00:32:21: glaube, Sie haben schon fast recherchiert.
00:32:23: Wenn sie es gewusst hätten.
00:32:24: Tatsächlich
00:32:25: ist es so ... Es ist ja etwas, was aus dem angelsächsischen Bereich kommt und deswegen auch der Begriff des Coins und des Challenge Coins.
00:32:34: Dafür gibt's ein Festes-Regularium.
00:32:37: Eigentlich hat man den dabei.
00:32:39: Und wenn jemanden trifft, dann wird eine sogenannte Coin-Call ausgerufen.
00:32:44: D.h.,
00:32:44: der Coin wird auf den Tisch gelegt und die andere Person muss möglichst schnell ihren Coin daneben legen.
00:32:50: Und wenn das nicht klappt, dann geht vielleicht das nächste gespudelte Wasser auf die Person, die es nicht geschafft
00:32:56: hat.".
00:32:58: Sehr gut!
00:32:59: Das stelle ich mir munter vor.
00:33:00: solche Runden.
00:33:01: Coin runden?
00:33:03: Ja,
00:33:03: v.a.,
00:33:03: wenn man weiß wie viele Coins der ein oder andere dann hatten.
00:33:07: nach thirty-vier und dreißig Jahren, kann der Mantel schon schwer werden, wenn man die alle mitführen möchte.
00:33:11: Also eine gewisse Auswahl vor Raumplanung ist wichtig.
00:33:14: Das gilt für alle Lebenslagen, oder?
00:33:16: Das stimmt.
00:33:16: Ja ... In der Tat ja!
00:33:20: Und abseits ... Es ist ja immer gesagt, Sie dürfen ein paar Coins verteilen im Jahr.
00:33:25: Wie geben Sie sonst Wertschätzung weiter an Ihr Team, wenn es nicht die ganz große Coin ist?
00:33:29: aber wie machen sie das?
00:33:32: Einzelnen vor der Mannschaft... Wie passiert das?
00:33:35: Ich könnte jetzt mit ja einfach antworten.
00:33:37: Haben Sie da Tipps?
00:33:39: Zwar bei einer Oderfrage.
00:33:40: Ja ich weiß, aber das war ja Gott sei Dank kein Exklusiv-Ode.
00:33:44: Es ist tatsächlich so.
00:33:46: für mich fängt Wertschützung aus, drückt schon damit aus dass der Arbeit in der Unverändert viel in der Schriftlichkeit aufhins heute digitales und nicht mehr auf Papier passiert.
00:33:55: Aber wenn ich etwas entscheiden muss dann im einfachsten Fall passiert es dadurch das mein Namen drauf schreibe.
00:34:00: da steht ja dann wir schlagen vor folgendes zu entscheiden und unterschreiben sondern es ist entschieden.
00:34:06: Ich bemühe mich in den meisten Fällen einfach noch ein Dankeschön darauf zu schreiben Dass man auch dieses kleine schriftliche Feedback schon mal hat.
00:34:14: Das war so.
00:34:15: oder vielleicht auch mal zwei Worte mehr, wenn mir was aufgefallen ist an so einem Vorgang.
00:34:18: Damit fängt es glaube ich an das ist die alltägliche Form der Wertschätzung.
00:34:23: Dann ist etwas was man in dieser hektischen digitalen Zeit manchmal vielleicht auch vergisst auch Wertschützung einfach durch die Wahrnehmung der Personen.
00:34:29: also Wenn man hier über den Gang läuft uns Deutschen wird ja manchmal nachgesagt dass wir wie geht es ihnen morgens nur fragen damit was gefragt haben und dann weiterlaufen bevor die Person antworten konnte.
00:34:39: Genauso was nicht zu tun ist, glaube ich auch ein ganz richtiger Punkt von Wertschätzung.
00:34:42: Also die Antwort sich anzuhören und auch wenn sie vor allem dann mal nicht es nur sehr gut sondern auch mal anders klingt... ...dann auch die Zeit zu investieren nachzugehen also diese menschlichen Austauschen ganz wichtiger Form aus meiner Sicht von Wert schätzung natürlich in stückweit auch mit der allgemeinen Wahrnehmung einfach verbunden.
00:34:59: Und da gibt's neben der Coin auch viele formalisierte oder weniger formalisierten Möglichkeiten Wertschätzung dann auch mal vergrößern, da zu gehen.
00:35:08: Das kann beim militärischen Antreten sein dass man Menschen mal nach vorne holt das kann bis zur Verleihung von Ordneren und Ehrenzeichen reichen.
00:35:15: Da gibt es ganz viele Möglichkeiten Bestpreise und anderes So dass ist auch nicht langweilig wird.
00:35:22: Ich sehe schon da können sich die normalen Unternehmen einiges von der Bundeswehr abgucken.
00:35:25: Da haben sie deutlich mehr Rituale und geübten Umgang mit Auszeichnungen als glaube ich jetzt so ein Standardkonzern.
00:35:33: Naja, wir haben ja auch spätestens seit Mario's römischen Heeresreformen knapp zweitausend Jahre Erfahrung.
00:35:38: Also es wäre schlimm wenn man dann nicht den Vorsprung hätte.
00:35:41: Das ist so richtig!
00:35:42: Das ist auch richtig... Aber muss ich nicht alles abgucken was zwei tausenden Jahre alt
00:35:46: ist?
00:35:46: Das ist völlig korrekt Ja das entwickelt sich aber Gott sei Dank weiter.
00:35:49: also wie verteilen heute Jahr Obwohl falsch auf?
00:35:52: die Römer haben ja schon Silberne Disken verteilt.
00:35:55: Wir verteilen Coins.
00:35:56: also gewisse Dinge werden zwar verändert aber behalten dann doch Bestand.
00:36:00: Sehr gut Herr Dr.
00:36:02: Pütsch, ich sage ganz herzlichen Dank für das spannende Gespräch!
00:36:05: Es war mir ein großes Vergnügen, vielen lieben Dank und ich hoffe, dass wir irgendwann mal wieder die Glinger dann zum Austausch.
00:36:12: Das würde mich sehr freuen!
00:36:13: Danke schön!
00:36:15: Alles Gute!
00:36:20: Werte
00:36:28: und Leadership ist eine Produktion von Alldente Entertainment.
00:36:32: Produktionsleitung
00:36:34: Anna-Maria Brandt David
00:36:36: Medos Härtig Postproduktion
00:36:39: Noah Hugo.
00:36:42: Werte &
00:36:42: Leadership
00:36:43: is ein Podcast
00:36:44: für die Wertekommission mit freundlicher Unterstützung
00:36:48: von Westlotto.