Werte & Leadership

Werte & Leadership

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00:00:04: Werthe und Leadership, der Podcast mit Andrea Rexer.

00:00:12: Werthe & Leadership wird Ihnen präsentiert von Westlotho.

00:00:19: Hallo und herzlich willkommen zur zebzigsten Folge von Werthe&Leadership – dem Podcast der Wertekommission!

00:00:27: Diesmal ist Shikdem Usunolu unser

00:00:29: Gast.

00:00:30: Sie isst seit zwei Tausendfünfundzwanzig Geschäftsführern und Direktoren des Gremien-Instituts und war zuvor viele Jahre in der Gaming-Branche tätig.

00:00:39: Sie ist Diplom-Politologin und systemischer Business Coach.

00:00:43: Liebe Frau Usunolu, ich freue mich sehr, dass Sie heute zu Gast im Podcast Werte und Leadership sind.

00:00:48: Herzlich willkommen!

00:00:50: Vielen Dank, liebe Frau Rexer.

00:00:51: Ich freu mich sehr und danke für die Gelegenheit, dass wir uns heute zum Thema Werte- und Leadership austauschen dürfen und können.

00:01:00: ein wahnsinnig spannendes interessantes Thema was ja immer wieder sehr aktuell ist auch in unserer heutigen Zeit.

00:01:08: einer der wichtigen Aspekte von Führung ist gerade das Thema

00:01:13: Absolut.

00:01:14: Ich freue mich sehr, bevor wir gleich thematisch einsteigen!

00:01:16: Sie sind Direktorin des Grimme-Instituts seit eineinhalb Jahren?

00:01:20: Was genau machen sie da?

00:01:21: Wie muss man sich das vorstellen in aller

00:01:23: Kürze?!

00:01:24: Ja, das ist eine sehr spannende Frage.

00:01:27: Weil wir ja nicht nur den Grimmepreis haben was wir einmal im Jahr verleihen, was die meisten Menschen unser Institut eher mit dem Grimmelpreis in Verbindung bringen, sondern wir haben ja auch ein Grimme Online-Obot, was wir auch einen mal im Jahr vergeben.

00:01:43: und ganz spannend gerade in unserer heutigen digitalen Zeitalter wo es darum geht zu schauen, was heißt überhaupt Qualitätsjournalismus?

00:01:53: Qualitäten Publizistik im digitalen Räumen und darüber hinaus haben wir auch unseren Mediendiskursbereich.

00:02:02: Wo wir Diskursräume schaffen für Herausforderungen der digitalen Medienwelt.

00:02:08: Das sind drei ganz spannende Bereiche wo es dann im Endeffekt darum geht dass wir Qualität-Diskussräume schaffen möchten auch natürlich schaffen und genauer schauen, was heißt das überhaupt heute?

00:02:24: Die Medienwelt der Zukunft zu gestalten.

00:02:27: Und gerade in unserer heutigen Zeit wo die Medienwelt ja komplett in einem Umbruch sich befindet ist es eine sehr spannende Herausforderung diese Themen alltäglich mitgestalten zu können.

00:02:40: Sehr spannend!

00:02:42: Frau Usunoglu, was haben Sie uns an Werten an Gegenstände mitgebracht?

00:02:45: Was wollen sie starten?

00:02:47: Ich hab ganz alltägliche Dinge mitgebracht, die mich seit ich pendle.

00:02:53: Seit anderthalb Jahren mein Alltagsprägen ... Das ist einmal meine Bahnkart als Pendlerin braucht man das, weil ich zwischen Berlin und Mal pendle aber auch beruflich quer durch die Bundesrepublik oder durch Deutschland unterwegs bin Und mein Handy Sie können sich das ja vorstellen, wenn man viel unterwegs ist.

00:03:15: Viel pendelt, dass man ja unbedingt halt nicht nur die Erreichbarkeit, sondern die Verbindung braucht.

00:03:23: und mein sonnengelbes Notizbuch.

00:03:26: Da bin ich sehr gespannt!

00:03:29: Genau weil ich immer Notizbücher habe, die unterschiedliche Farben haben... was mir persönlich sehr wichtig ist.

00:03:37: Jeder dieser Gegenstände erzählt natürlich einen Teil meiner Persönlichkeit, meine persönlichen Geschichte und steht natürlich auch für einen Wert, der mein Verständnis von Leadership besonders halt derzeit vor allem prägt.

00:03:53: Verbindung Zukunft gestalten und mein Notizbuch natürlich für Reflexion.

00:04:04: Also die Bahnkarte, da könnte man natürlich in erster Linie denken das es für Bewegung steht.

00:04:10: Für Verbindung steht es natürlich auch aber für mich steht es halt besonders für Flexibilität weil wir leben in einem Zeit wo tiefgreifende Veränderungen stattfinden oder wie es immer so schön heißt in einer Zeitenwende und gerade wenn man Medienlandschaft unterwegs, es tätig ist.

00:04:32: Es ist natürlich sehr prägend die Digitalisierung, künstliche Intelligenz und vor allem auch die neuen Formen der Zusammenarbeit ja auch unsere Arbeitswelt unserer Arbeitsweise seit Jahren grundlegend verändern.

00:04:47: Und Führung bedeutet deshalb für mich in diesem Kontext nicht nur das bestehende, die bestehenden Strukturen zu verwalten sondern Führungen bedeutet für aktiv zu gestalten.

00:05:00: Und vor dem Grund der Grund ist es natürlich interessant, auch sich immer wieder zu fragen was brauchen die Führungskräfte von heute?

00:05:10: Wie bereiten sie sich vor?

00:05:11: weil sich auf neue Situationen immer wieder einzustellen unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen?

00:05:21: Weil es geht im Endeffekt darum, Chancen zu sehen, Transformation rechtzeitig einzuleiten und Menschen natürlich auf diesem Wege zu motivieren.

00:05:32: Und dabei stelle ich mir immer wieder die Frage, wenn solche Entwicklungen kommen auf unsere Organisation als Nächstes zu?

00:05:40: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Veränderungen?

00:05:43: Was brauchen die Teams?

00:05:45: Was braucht unsere Partner, unsere Gremien um diesen... Wandel auch aktiv mitzugestalten, weil ohne die Partner, ohne die Stakeholder, ohne das Team kann man wandeln ja gar nicht produktiv und gut gestalten.

00:05:59: Und natürlich eine der wichtigsten Aspekte wie schaffen wir halt Sicherheit in Zeiten der großen Unsicherheiten?

00:06:07: In Zeiten von Transformationen?

00:06:09: Und um noch mal beim Bild der Bahncard zu bleiben, für Sie ist es also ... Sie würden sozusagen kein Frischbarangebot drei Wochen vorher buchen sich fixieren auf einen Zug.

00:06:17: Sondern Ihnen ist wichtig auch das sagen okay wenn sich die Zeiten so stark ändern da muss ich mal flexibel sein und vielleicht überraschend an den anderen Ort fahren, den ich gar nicht gebucht habe.

00:06:27: vorher.

00:06:28: verstehe ich das richtig?

00:06:29: Das Bild

00:06:29: unbedingt weil für mich bedeutet die Bahncard halt was es auch ein Symbol für gute Führung, welche Eigenschaften es mit sich bringt.

00:06:42: Weil das bedeutet die Verbindungsfähigkeit Beziehungen aufbauen Menschen zusammenbringen Die Flexibilität offen für Veränderungen bleiben.

00:06:51: deshalb würde ich mir das dreimal überlegen ob ich ein paar drei Wochen vorher buche und sich natürlich auch neue Situation einzustellen Mobilität im Denken weil unterschiedliche Perspektiven einnehmen und sich dann auf neue Wege einzulassen, neue Wegen zuzulassen.

00:07:12: Zukunftsorientierung... Das ist gerade in unsere Zeit und wenn man ein altrenumiertes Institut leitet, muss man immer wieder sich die Frage stellen, Entwicklung frühzeitig erkennen und verantwortungsvoll zu gestalten.

00:07:27: Also wann gehen wir die Entwicklungsprozesse an?

00:07:30: Wann ist es an derzeit den nächsten Schritt anzugehen und dabei natürlich auch zu schauen, Vertrauen zu schaffen.

00:07:37: Und vertrauenschaften kann man im digitalen Zeitalter jederzeit immer in Digitalen... Räumen treffen, aber Vertrauenschaft man aus meiner Sicht durch persönliche Begegnungen, Dialog und Verlässlichkeit dabei halt auch in den Vordergrund zu stellen.

00:07:55: Und ja und werte Ori

00:07:57: ... Deswegen sind Sie viel unterwegs sozusagen?

00:07:59: Deswegen bin ich viel unterwegs, aber ich nehme mir natürlich die Zeit vor Ort im Institut zu sein Weil das ist ja auch entscheidend, dass ich immer wieder den Kontakt und die Zusammenarbeit mit meinem Team pflege.

00:08:14: Und natürlich proaktiv mitgestalten.

00:08:19: Das ist ganz wichtig!

00:08:20: Also die Bahncard steht deshalb für mich nicht, also dass ich von A nach B komme.

00:08:25: Sondern er ist ein Symbol für mich, die Bahnkart, dass sich Menschen miteinander verbinde Orientierung zu geben und gemeinsam die Zukunft zu gestalten – diese Mobilität, Flexibilität und das Verbinden.

00:08:39: Sagen Sie, Reisen und im Bild bleiben auch sozusagen das was sie beschrieben haben.

00:08:44: Die Zukunft gestalten die sich ja so schnell verändern.

00:08:46: Das sind tausende Entwicklungen passieren ja gleichzeitig.

00:08:49: Künstliche Intelligenz kommt ja wirklich sowieso ein Knall rein in jeden Bereich der Gesellschaft.

00:08:55: Das ist doch auch wahnsinnig anstrengend diese Zukunft zu gestalten.

00:08:59: oder wie erleben Sie das in Ihrer Führungsrolle?

00:09:02: Es ist auf der einen Seite anstrengend, aber das Anstrengende empfinde ich gar nicht, dass im Hier und Jetzt zu gestalten.

00:09:08: Sondern das Ansträngende ist.

00:09:10: gerade im KI-Zeitalter entwickelt sich alles so schnell, so rasant!

00:09:15: Wir wissen ja nicht mal heute was uns wo wir in einem Jahr stehen werden Und da wirklich die Grundlagen heute so zu legen, dass wir in einem Jahr nicht überreicht werden und das wir als Medieninstitut diese Entwicklung mitgestalten können.

00:09:34: Oder wenn wir es nicht mit gestalten zumindest die Diskursräume dafür zu öffnen, eine breitere Öffentlichkeit in diesem Diskurs mit begleiten können.

00:09:48: Das ist eher die Herausforderung da, die Pfeiler heute so zu einzuschlagen, dass das dann halt wirklich in einem Jahr ... Dass wir sagen können ja, das war genau der richtige Weg!

00:10:04: Es wird ja viel diskutiert über Themen wie Echo-Kammern oder bestimmte Blasen, wo sich Menschen von gleichen Meinungsspektren zusammenfinden und gar nicht mehr so mobil sind, wie sie es beschreiben.

00:10:16: In dem Wunschbild, mobil zu sein und miteinander ins Gespräch zu kommen.

00:10:21: Was kann man machen um diese Diskursraume zu öffnen?

00:10:23: Um wieder mehr miteinander ins Gespräche zu kommen auch vielleicht mit anders lautenden Meinungen und anderen Gruppen?

00:10:31: Ja, das ist auch ein Thema mit dem wir uns auseinandersetzen.

00:10:35: Weil Algorithmen, Echo-Kammern wie Sie es ja auch gesagt haben und die Communities in denen wir uns bewegen da sind wir in einer Bubble drin und wir tauschen uns in dieser Bubble Die Algorithme bedienen unsere Bubble Und auch vor dem Hintergrund ist es, wir Menschen und vor allem auch die Demokratie.

00:10:57: Wir leben ja alle von der Vielfältigkeit – von Meinungs- vielfältigkeit, von Perspektivenvielfältigkeiten.

00:11:05: Und hier ist das natürlich auch entscheidend, dass wir zum Beispiel auch als Ergrimmelinstitut uns... Tools Formate überlegen, wie wir auch Menschen daran begleiten dass sie aus ihren Echo-Kammern rauskommen.

00:11:21: Dass Sie die Perspektiven Vielfalt sehen da sind halt unsere Grimmepreise mit unserem Grimme Online Award aber auch mit unseren Grimme preis ganz ganz wichtige Tools weil wir jedes Jahr nicht nur diese Preise geben sondern auch Kriterien mit kommunizieren im Kontext von Medienqualität.

00:11:42: Und für mich ist es halt auch wichtig, zu schauen als Führungskraft und auch als Leiterin eines Medieninstituts zu recherchieren.

00:11:55: Auch die Entwicklung zu beobachten damit wir sehen können wo geht die Reise hin?

00:12:00: Wo geht die Entwicklung hin?

00:12:02: Wie können wir unsere Arbeit für die Zukunft gestalten.

00:12:08: Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich liebe digitale Tools, die erleichtern meinem Arbeitseintag enorm aber auch da das wirklich kritisch zu hinterfragen und kritisch zur reflektieren und sowohl die Chancen als auch die Herausforderung damit zu lernen umzugehen sowohl in dem internen Arbeitskontext als auch natürlich mit den Partnern, wenn wir neue Projekte angehen da wirklich mal zu gucken.

00:12:40: Wie können wir das gestalten?

00:12:41: Deshalb ist zum Beispiel mein Handy was ja für die digitale Welt steht auch ein ganz wichtiges Arbeitsinstrument und ich sehe es wirklich als ein Arbeitsinstrumental an.

00:12:52: Und für mich steht z.B.

00:12:53: so ein Handy auch als sinnbildlich für ein lebenslanges Lernen Weil mit Handys telefonieren wir ja nicht nur, also ich zumindest nicht und frage mich nur meine E-Mails ab.

00:13:06: Sondern für mich steht halt symbolisch mein Handy auch für digitale Transformationsprozesse, für digitales Entwicklungen und natürlich auch für die Möglichkeit... Wie verändert sich permanent die Technologie?

00:13:23: Was heißt das für uns im Umkehrschluss, für unsere Arbeitswelt.

00:13:27: Wir sind immer wieder konzentriert mit neuen Möglichkeiten, die nahezu tagtäglich entstehen Und als Führungskraft reicht es halt deshalb nicht aus meiner Sicht aus, sich nur auf die eigenen Erfahrungen oder das bisherige Fachwissen zu verlassen.

00:13:45: Sondern gute Führungen bedeutet für mich neugierig zu bleiben, offen für das Neue zu sein und sich natürlich auch kontinuierlich mit der zukünftigen Entwicklung auseinanderzusetzen weil welche Technologien schaffen echten Mehrwert?

00:14:00: Welche Veränderungen sind für unsere Organisationen relevant?

00:14:04: Kompetenzen werden halt unsere, also meine Kollegen und Kollegen mit denen ich tagtäglich arbeite.

00:14:11: Welche Kompetensen benötigen Sie?

00:14:13: Und natürlich auch zu hinterfragen wie gestalten wir Digitalisierung so dass sie den Menschen dient und nicht umgekehrt.

00:14:22: Und welche Formate nutzen Sie am Handy?

00:14:24: zur, was Sie gesagt haben ist auch für Sie ein Tool für die Weiterbildung.

00:14:27: Haben Sie das spezifische Formatik, eine Ahnung, Hörbücher.

00:14:32: Podcasts, Medienportale ... Was nutzen Sie da?

00:14:36: Gibt's dann ... Ich hab natürlich ... Ja ja, podcaste ich natürlich regelmäßig und ... Und ich habe natürlich halt auch eine KI drauf die ich nutze sogar zwei verschiedene Tools weil ich auch wenn wir über die KI reden und wie man KI einsetzt möchte ich auch verstehen wie sie funktioniert.

00:14:58: Deshalb habe ich auch zwei unterschiedliche KI-Apps auf meinem Handy und also unabhängig von dem ganzen Microsoft Office Paket, von Outlook über Excel.

00:15:09: Und sonst dergleichen hab' ich auch verschiedene Kommunikationstools wo ich dann halt schnell mal eine Nachricht schicke Und natürlich auch Recherchen oder auch, wir sind im Medieninstitut so dass ich auch verschiedene digitale Online Newsletter da habe und auch Newsrooms habe wo ich dann immer wieder mich ab to date halte.

00:15:31: Sie haben das KI-Event, aber auch die traditionellen Medien, die ja auf ihrem Handy eingehen.

00:15:36: Wie glauben sie denn in das KI?

00:15:38: Ist jetzt eine große Frage!

00:15:39: Die Medienwelt verändert wird.

00:15:41: meine Sorge ist so ein bisschen dass dann am Schluss alles über ihre zwei Apps läuft sozusagen und die sich das von den anderen zieht.

00:15:49: wie können sie da ein bisschen Licht ins in diesen in diese Nebel.

00:15:53: bei mir ist es ein bisschen nebel.

00:15:55: was passiert

00:15:55: hier?

00:15:56: wird sich

00:15:56: das entwickeln?

00:15:57: wir sehen Blick drauf.

00:15:59: Also ich glaube, dass wir in ein zwei Jahren wahrscheinlich eher in zwei Jahren alle unseren eigenen KI-Assistenten haben werden.

00:16:06: Die wir dann wenn wir Glück haben selber füttern können und mit unseren eigenen Tools... Unterlagen, Dokumenten usw.

00:16:17: und dann nur sagen ich brauche jetzt die und die Präsentation bitte erstellen mir das so was ja einige kis ja schon mittlerweile machen.

00:16:26: also wenn man einfache präsentations macht muss mal einig information füttern und dann passiert es.

00:16:32: aber ich finde es viel viel herausfordernder dass die kaia sich Online-Tools bedient, also von Verlagshäusern.

00:16:44: Von Publizisten und Journalisten

00:16:46: usw.,

00:16:47: die die Informationen Nachrichten in der Vergangenheit erstellt haben und die wie selbstverständlich von der KI genutzt wird ohne dass diese Personen, die diese Nachrichten erzeugt haben, die diesen Nachrichten produziert haben, deren geistiges Eigentum das ist, ohne dass sie davon ein Mehrwert haben?

00:17:07: Stimmt

00:17:09: so!

00:17:09: Das wird die größte Herausforderung der nächsten zwei, drei Jahre sein.

00:17:13: Gerade für die Medienwelt und auf der anderen Seite nutzen wir das.

00:17:18: Und die zweite Herausforderung, was ich sehe ist ... Dazu gab es ja auch verschiedene Studien, die ich sehe isst die Quellenangaben.

00:17:26: Also welche Quelle nutzt die KI?

00:17:29: Wenn man dann auch schreibt bitte gibt die Quelle an aus dem du das oder jenes halt diese Informationen dir gezogen hast.

00:17:37: dann werden Quellen angegeben, aber bisher was ich so erlebt habe ist das so dreißig Prozent der Quellen gar nicht in der Form stimmen.

00:17:48: Also das ist auch eine Herausforderung wenn man sich die Information nur über die KI holt und natürlich die Perspektiven.

00:17:55: vielfalt fällt weg.

00:17:56: Die KI recherchiert für dich Sagt die Quellen und dann kannst du das nehmen.

00:18:01: Aber wenn wir jetzt recherchieren, werden uns unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Quellen, unterschiedlichseiten angezeigt, sodass wir halt die Vielfalt uns selber durchlesen können?

00:18:15: Ich glaube dass es im KI ... Wenn wir in Zukunft über KI rechercheren, über KI unsere Antworten einholen auch dieser Aspekt wegfallen wird.

00:18:23: Und die Frage ist wie gestalten mir das, dass wir genau diese Perspektivität Fähigfalt erhalten, KI-Zeitalter.

00:18:31: Was braucht es?

00:18:32: Was braucht das an politische Rahmenbedingungen?

00:18:34: Was brauche das halt für die Medienwelt?

00:18:37: und wie können wir auch Journalisten, Redakteure

00:18:42: etc.,

00:18:43: so schützen dass deren Gedankeneigentum, deren Werke da nicht im KI, Entschuldigung meiner Ausdrucksweise aber in KI-Sumpf

00:18:53: verschwinden?"?

00:18:54: Ja, absolut.

00:18:55: Und dass

00:18:55: diese Menschen gar nicht als Quelle oder als Person oder als Produzierende dieser Werke gar nicht mehr so genannt werden?

00:19:03: Ja, weil die werden ja dann irgendwann sozusagen auch diese Quellen austrocknen.

00:19:07: Weil wenn man sie nicht nähert und gießt ... Dann kommt ja auch nichts mehr.

00:19:12: Genau!

00:19:13: Wir steuern jetzt ein bisschen auf so einen Meinungsmonopol zu ohne das wir bewusst sind.

00:19:18: Ist richtig?

00:19:20: Den Eindruck habe ich auch, aber ich bin da sehr optimistisch und zuversichtlich.

00:19:27: Ich glaube wir brauchen eine andere Aufklärung nicht nur was Medienbildung in Schulen heißt sondern auch Medienbildung für Erwachsene weil wir Erwachsenen nutzen das alles auch.

00:19:43: Und gerade für die Arbeitswelt wird es auch spannend sein Weil die KI wird auch die Junior Kräfte, Juniorplätze und so weiter abschaffen können.

00:19:54: Aber wir bräuchten dann trotzdem erfahrene Senior.

00:19:56: Woher holen wir uns die Seniorkräfte?

00:19:59: Wenn wir die Juniorkräfte durch KI ersetzen.

00:20:01: Also da sind schon ganz viele Fragezeichen wo wir Antworten finden müssen und auch wo wir das auch ganz offen gestalten müssen.

00:20:11: Und da bin ich wieder bei dem Punkt es muss um den Menschen gehen Und es kann nicht sein, wir schaffen jetzt Arbeitskräfte ab weil das günstiger für uns dann in der Produktion, in der Entwicklung etc.

00:20:24: ist sondern es muss wirklich mit dem Menschen zusammengestaltet werden sonst wird es uns ein paar in einigen Jahren auf die Füße fallen.

00:20:34: Ja, absolut.

00:20:35: Und das sind ja auch ein paar, die uns gerade angesprochen haben – auch rechtliche Fragen offen.

00:20:38: Also wie ist es mit dem Urheberrecht?

00:20:40: Genau!

00:20:42: Aber auch andere Dinge, welche Berufe soll KI nicht übernehmen dürfen.

00:20:47: Vielleicht gibt's ein paar die man schützen musste... aber das findet nicht so richtig statt im politischen Diskurs oder?

00:20:54: Wie ist ihr Eindruck da?

00:20:56: Also bisher erlebe ich das so in der Form nicht, aber ich gehe mal davon aus dass die Politik auch da sensibilisiert werden muss.

00:21:04: und wenn wir über Demokratie-Starkungen reden.

00:21:08: Wenn wir über digitale Souveränität reden dann muss auch in Deutschland die Medienvielfalt erhalten bleiben.

00:21:17: Die Unabhängigkeit der Medien und natürlich diese vielfältige Medienlandschaft die wir hier haben Das ist ja ein Grundpfeiler unserer Demokratie.

00:21:29: Und da gilt es wirklich zu schauen, wie können wir das so?

00:21:33: heute schon sichern, da sind wir auch ein bisschen zu spät.

00:21:36: Aber das ist ein anderes Thema für ein anderes Podcast!

00:21:40: Das ist eine Auftrag an uns als Gesellschaft.

00:21:43: Also das ist nicht nur einen Auftrag auf die Medien ans öffentliche Rechtliche oder an private Medieneinrichtungen oder so.

00:21:53: Sondern es ist ein gesellschaftpolitischer Auftrag und dann müssen wir auch Lösungen finden gemeinsam.

00:22:00: Gibt's was, was der einzelne Mensch tun kann?

00:22:04: Bewusster mit KI umgehen.

00:22:06: Bewusst damit wirklich zu schauen, was sind meine Informationen, die ich da bekomme, das zu hinterfragen immer wieder nachzufragen weil wir werden alle KI einsetzen.

00:22:17: also das ist nicht ... Weil es hat ja auch Vorteile.

00:22:21: Es ist ja nicht so dass man das alles verteufeln muss.

00:22:24: Es kann ja auch in vielen Punkten Arbeitserleichterung mitbringen, Effizienzmitbring usw.

00:22:30: Aber wir müssen dann halt gucken wie befähigen wir Menschen neue Wege auszuprobieren und ihre eigenen Kompetenzen zu entwickeln?

00:22:39: Und auch eine Orientierung im technologischen Fragen zu geben aber gleichzeitig dabei halt die eigene Souveränität zu behalten, die eigene Verantwortung zu behalten Und nicht über eine KI die Information zu bekommen und so sagen, ah das ist es.

00:22:58: Und das nehme ich sondern immer wieder zur Hinterfragen, immer wieder zu reflektieren und immer wieder halt auch zu schauen.

00:23:05: Es ist wirklich das was ich haben möchte sind dass die Ergebnisse die ich habe möchte Ja

00:23:10: ja So jetzt haben wir gesprochen über die Bankart Wir haben gesprochen über das Handy Jetzt fehlt noch das gelbe Notizbuch.

00:23:17: Was steckt da dahinter?

00:23:21: Das ist, also vor allem ist das für mich ganz wichtig.

00:23:27: Ich bin in einem analogen Zeit groß geworden und dieses haptische ist für mich auch ganz wichtig.

00:23:32: und obwohl ich mich tagtäglich wirklich mit digitalen Technologien oder künstlicher Intelligenz etc.

00:23:41: beschäftige, ist es für mich sehr wichtig diese Analogen Tools, obwohl ein Notizbuch vielleicht nicht in erster Linie ein Tool ist.

00:23:52: Aber für mich ist es so dass ich dann auch analog unterwegs bin.

00:23:55: Ich bin auch jemand die gerne eher einen Buch in der Hand hält und hab dich das liest.

00:24:01: Das ist für mich auch ganz wichtig weil ich ein visueller Mensch bin und deshalb ist es mir wichtig meine Gedanken direkt aufschreiben zu können oder wenn ich ein Gespräch führe mir direkt die Notizen zu machen in einem Notizbuch, weil ich dann irgendwann mal mir diese Notizen wieder hervornehme und gucke welche Ideen haben sich daraus ergeben?

00:24:25: Welche Zusammenhänge.

00:24:27: Und das ist für mich insofern eine Bereicherung, weil Ich immer wieder merke dass ich mir dadurch halt Klarheit schaffe, eine Struktur schaffe.

00:24:39: Und nach Gesprächen ich nochmal die Gespräche reflektiere anhand der Notizen und neue Erkenntnisse festhalte oder weitere Fragennotiere, die sich dann aus dem Austausch ergeben.

00:24:55: Und so entwickle ich meine Gedanken, Tiere meiner Gedanken.

00:24:59: So entstehen auch verschiedene Perspektiven für mich und deshalb steht mein Notizbuch wirklich für Reflexion um das mal kurz auf den Punkt zu bringen weil gerade als Führungskraft muss man ja immer wieder reflektieren und gute Führungen braucht diese Momente des Nachdenkens Sie braucht auch die Bereitschaft des Zuhörens und für mich hat Aktives Zuhören mit Mutizen machen, mit Schreiben.

00:25:32: Und natürlich auch dann diese unterschiedlichen Perspektiven zu sehen einzunehmen damit man halt Entscheidungen wirklich bewusst abwägen kann und dann erst trifft

00:25:44: Ja, das versteh ich.

00:25:45: Das heißt es ist so eine Art auch in dieser schnellen Zeit ein langsames Element hineinzufügen.

00:25:52: Du wusstst oder?

00:25:53: Umbedingt hierhin.

00:25:55: Unbedingt, unbedingt, unbedingt weil für mich ist das auch wichtig wir sind so schnell immer unterwegs.

00:26:02: also durch diese ganze Schnelligkeit durch diese Geschwindigkeit Ist das auch manchmal schwierig eine Klarheit zu finden aber auch Klarheit über die eigenen Werte, die man dann in dem Augenblick für sich manchmal in dieser schnelllebigen Zeit verlieren kann.

00:26:20: Aber auch Klarkeit über die Ziele einer Organisation oder die Klarheit darüber, welche Entscheidungen wirklich langfristig sinnvoll sind.

00:26:29: und da mich dann wirklich mal zurückzunehmen, in meinem Notizbuch nochmal zu schauen, mir die Notizen durchzugehen, aber auch neue dazu zu schreiben ... zu strukturieren, zu zeichnen.

00:26:41: Das ist wie gesagt ein visueller Mensch.

00:26:44: ich brauche diese Klarheit dann natürlich umzusehen.

00:26:48: okay wo möchten wir uns hin entwickeln?

00:26:52: was braucht es?

00:26:54: und auch mal sich dann halt aus dem Hektik des Alltags kurz rauszunehmen?

00:27:01: Und gibt es irgendwo einen Meter hohen Stapel an bunten Notizbüchern?

00:27:05: oder ist das für ein Arbeitstuhl,

00:27:06: dass die dann wegwerfen?

00:27:07: Ja wirklich.

00:27:08: Nein ich habe meine Notiz bücher, die sind alle zu Hause.

00:27:12: natürlich lager ich die jetzt nicht zehn Jahre oder zwanzig Jahre aber so von meinen letzten Arbeiten Der letzten fünf Jahre habe ich einige Notizbücher und irgendwann mal bin ich dann reinschauen, denke ich mir ah nee das ist nicht mehr interessant.

00:27:29: Das ist nicht meer spannend, dann entsorge ich die auch.

00:27:33: aber es ist schon spannend dass ich die da noch zuhause habe und immer wieder reinschaue weil das halt für mich auch mit Lernbereitschaft zu tun hat, also Erkenntnisse festzuhalten und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

00:27:52: Und natürlich auch mit Authentizität.

00:27:55: Weil wenn ich meinen eigenen Überzeugung treubleiben kann und werteorientiert handele, dann kann ich andere besser überzeugen Gucken, wie habe ich in dieser Sache vor drei Jahren?

00:28:14: Was habe ich mir dazu notiert.

00:28:16: Weil das ist auch für mich eine Art des Hinterfragens, des Reflektions.

00:28:20: Wie ich mich da weiterentwicke, wenn man Werte sind ja kein starres Gebildewerte entwickeln sich hier auch je nachdem in welcher Verlebensphase man ist, wo man tätig ist und so.

00:28:33: Und dass es auch das spannende mit meinen Notizbüchern, dass ich dann halt die eigene Entwicklung aber auch die Entwicklung meiner Organisation immer wieder hinterfragen kann, nachfragen Ja, das finde ich ganz spannend.

00:28:48: Das ist aber so eine persönliche...

00:28:50: Ja absolut!

00:28:51: Was würden Sie sagen?

00:28:52: Ist die größte Veränderung, die sie an sich selber wahrgenommen haben in den letzten zehn Jahren

00:28:57: oder so?

00:28:59: Ich von vor zehn Jahren zu heute, gibt es da irgendwas was Ihnen noch hängen geblieben ist vielleicht aus den Notizen?

00:29:04: und Sie sagen Ui, das war ja damals ganz anders.

00:29:09: Eine sehr, sehr spannende Frage und die ich jetzt auch so mit einem Satz gar nicht beantworten kann.

00:29:16: Ehrlich gesagt weil es halt gar nicht so ein prägende Moment gab oder eine prägende Situation oder wo ich sagen würde das habe ich in den letzten zehn Jahren so gemacht oder dass ist die Erfahrung die mich am stärksten geprägt hat sondern eher wenn Zurückblicke waren es, glaube ich vor allem die Situation.

00:29:40: In dem ich selbst den Mut hatte so meine Komfortzone zu verlassen und halt dann irgendwie Verantwortung in Veränderungsprozessen übernehmen musste und auch übernommen habe dass mich das am meisten geprägt hat.

00:29:56: Und natürlich war das auch herausfordernd.

00:30:00: also wer verletzt gerne seine komfortzone?

00:30:03: Aber ich merke so für mich, so herausfordernd das war und auch so kräftezehrend.

00:30:10: Das war.

00:30:11: im Nachhinein waren es aber auch die Entscheidungen und auch die Wege, die ich gegangen bin, wo ich gesagt habe Gott sei Dank hab' ich das gemacht.

00:30:21: Sehr schön!

00:30:21: Weil für mich bedeutet halt Führung nicht nur ... eine Sicherheit zu haben und diesen sicheren Weg zu gehen, weil dadurch entsteht kein Wandel, finde ich.

00:30:33: Sondern auch wirklich mal ... sich auf Wege zu begeben, wo man sagt okay das ist ein neues ... Das ist neu!

00:30:43: Das ist Neu-und-und-, aber dabei halt auch wirklich zu schauen diese Veränderung glaubwürdig und authentisch zu begleiten.

00:30:53: Absolut Ich finde, das war jetzt ein sehr ermutigender Schlusssatz.

00:30:58: Ich danke Ihnen ganz herzlich, dass Sie zu Gast

00:31:01: waren!

00:31:01: Vielen Dank für die Einladung Frau Rexer.

00:31:03: – bis bald!

00:31:06: Das war die seventy-zübte Folge von Werte und Leadership dem Podcast der Wertekommission.

00:31:11: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

00:31:24: Anna-Maria Brandt, David Medos Härtig.

00:31:28: Postproduktion Alexander Meier.

00:31:32: Werte und Leadership ist ein Podcast für die Wertekommission mit freundlicher Unterstützung von Westlotto.

Über diesen Podcast

Werte & Leadership ist ein monatlich erscheinender Podcast von Andrea Rexer für die Wertekommission. Sie spricht mit spannenden Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Wirtschaft über ihre persönlichen Werte.
Andrea Rexer ist freie Journalistin und verantwortet die Leitung der Kommunikation und Nachhaltigkeit bei der Hypo-Vereinsbank.
Sie war zuvor bereits für das Handelsblatt, Die Welt und die Süddeutsche Zeitung in verschiedenen Funktionen tätig und wurde für ihre journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

von und mit Wertekommission

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